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Biogas: Teure Wärme im Theater

Das neue Theater soll sinnvollerweise zusammen mit anderen Gebäuden durch ein Blockheizkraftwerk versorgt werden. Völlig unsinnig ist es, dieses Blockheizkraftwerk mit Gas aus einem Biogaskraftwerk in Pavenstädt zu betreiben. Biogaskraftwerke in der geplanten Größenordnung sind Industrieanlagen und müssen in Gewerbegebieten errichtet werden.

Die Errichtung der Kompostanlage in der grünen Landschaft von Pavenstädt war bereits ein Fehler, der nicht wiederholt werden darf. Diese Flächen müssen der Landwirtschaft, der Natur und der Naherholung von Menschen dienen. Biogaskraftwerke sind aus Sicht der UWG noch nicht ausgereift. Es kommt häufig zu Störfällen. Bevor die Planungen über Betreiber und Standort fortgeführt werden, muss zunächst geklärt werden, ob ein Biogaskraftwerk die richtige Alternative für unsere Stadt ist.

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Bürgermeisterwahl der UWG

Auf der Mitgliederversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Gütersloh wurde Peter Kalley am 27. Juni in der Stadtbibliothek Gütersloh zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Die Wahl des unabhängigen Kandidaten erfolgte einstimmig, ohne Gegenstimmen.

Mit dem 59- jährige Verwaltungsfachmann an der Spitze wollen die Unabhängigen bei den Kommunalwahlen am 30. August ihre Position im Rat der Stadt entscheidend stärken. Norbert Bohlmann, stellvertretener Fraktionssprecher: “ Peter Kalley ist mit seinen langjährigen Erfahrungen in Verwaltung und Kommunalpolitik qualifiziert für das Amt des Bürgermeisters!“ Gütersloh ist attraktiv, lebens- und liebenswert!

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Peter Kalley kämpft ums Bürgermeisteramt

Bei den Bürgermeisterwahlen am 30. August tritt in der Stadt Gütersloh erstmals ein unabhängiger Kandidat an. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Gütersloh (UWG) wird einen eigenen Bewerber in das Rennen schicken. Der Verwaltungsfachmann Peter Kalley ist damit der fünfte Kandidat, der sich um das Bürgermeisteramt bewirbt. Die SPD hat die langjährig amtierende Bürermeisterin Maria Unger für eine weitere Amtszeit nominiert. Die CDU stellt sich mit Heiner Kollmeyer auf; Bündnis 90/Die Grünen treten mit Wibke Brems bei den Wahlen an und der Verein Bürger für Gütersloh (BfGT) haben Nobby Morkes als Bürgermeisterkandidat aufgestellt.

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Rat verabschiedet 8,6-Millionen-Paket

Bevor der Rat, wie berichtet, das Konjunkturpaket in Höhe von 8,6 Millionen Euro einhellig verabschiedete, wiesen Sprecher der Fraktionen darauf hin, dass es sich, so Norbert Bohlmann (UWG), um „geliehenes Geld“ handele, mit dem entsprechend verantwortungsvoll umzugehen sei.
Man habe „keinen Cent zu verschenken“, sagte CDU-Ratsherr Dr. Thomas Foerster. Es sei „noch nie so viel Geld für so viele Projekte in so kurzer Zeit mit so kurzem Vorlauf ausgegeben“ worden, stellte Foerster fest. Dies sei aber auch das Ziel der Bundespolitik, nämlich kurzfristig viel zu bewirken. Im Übrigen habe man die geplanten Vorhaben, deren zumal energetische Aspekte positiv seien, „sowieso vor der Brust gehabt“.

Dies bestätigte Bildungsdezernent Joachim Martensmeier. Unter den von der Verwaltung auf eine Prioritätenliste gesetzten Projekten (zumeist Schulgebäudesanierungen) sei „keine einzige neue Maßnahme“.

Für Bündnis 90/Die Grünen bemerkte Siegfried Kornfeld, dass die Gütersloh angewiesene Summe aus einem kreditfinanzierten Sondervermögen des Bundes stamme, also neue Staatsschulden bedeute. Auch müsse die Stadt einen Anteil von 12,5 Prozent zurückzahlen, was aber wohl durch die erhofften Energieeinsparungen ausgeglichen werde.

Während SPD-Fraktionsvorsitzende Ingrid Tiedke-Strandt hoffte, die Investitionen gäben zugunsten von Handwerk und Umwelt schnell „Impulse in die Stadt hinein“, gab Norbert Bohlmann zu bedenken, dass dabei gerade ein noch gut ausgelasteter Bereich des Handwerks gefragt sei. Der habe vielleicht gar nicht die Kapazitäten, die anfallenden Aufträge in kurzer Zeit zu erledigen.

Auch die Verwaltung selbst wird die zusätzliche Belastung nicht allein bewältigen können. Baudezernent Josef. E. Löhr sagte, man benötige für die Betreuung der Projekte „externen Beistand“.

Copyright © Neue Westfälische 2009 vom 02.06.2009

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Immer hübsch bei der Wahrheit bleiben!

Herr Wiesnet, Jurist und CDU-Direktkandidat für den Stadtrat, behauptet in seinem Leserbrief, dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes die 5% Sperrklausel zur Sicherung der Demokratie auf Bundesebene eingeführt haben. Richtig ist, dass weder die Väter und Mütter noch die Urenkel des Grundgesetzes diese Regelung in das Grundgesetz geschrieben haben. Weder in der Fassung von 1949 noch in der aktuellen Fassung findet sich auch nur ansatzweise eine derartige Regelung.

Nicht eine fünfprozentige Sperrklausel sichert die Demokratie, sondern eine aktive Bürgerbeteiligung. Das ist so im Grundgesetz Artikel 20(2) verankert: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. Die Parteien wirken, so im Grundgesetz Artikel 21, bei der politischen Willensbildung nur mit!

Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 13.02.08 in einem Urteil zu den Kommunalwahlen in Schleswig Holstein die 5% Sperrklausel für verfassungswidrig. Kommunalvertretungen sind keine Parlamente, sondern Selbstvertretungsorgane. Das ist der entscheidende Unterschied. Die im Bundeswahlgesetz unter § 6 festgelegte Fünfprozentregelung ist für Parlamente sinnvoll und richtig.

Seit 1999 sind übrigens im Rat der Stadt Gütersloh 6 Parteien und Wählergemeinschaften vertreten. Die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit ist dadurch nicht eingeschränkt. Vielmehr schränken Vertagungsanträge, die in der Regel von den großen Fraktionen gestellt werden, diese Fähigkeit ein. Da scheint die innerparteiliche Demokratie, auch Fraktionszwang genannt, nicht immer zu funktionieren.

Gerade die Unabhängigen in Gütersloh vertreten nicht Minderheiten sondern haben ausschließlich das Gemeinwohl Ihrer Stadt und des Kreises Gütersloh im Fokus. Dies ist darin begründet, dass sie sich nicht nach Vorgaben der Landes- und Bundesparteien richten müssen, sondern ihre Entscheidungen ausschließlich zum Wohl der Bürger in Ihrer Kommune treffen. Die Wählergemeinschaften in der der Bundesrepublik Deutschland haben übrigens mehr Mitglieder, als die Parteien von Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Linke zusammen.

Der Abstand zu den Bürgern und die gelegentliche Selbstherrlichkeit, mit der die Parteien Politik machen, ist Ursache für die zunehmende Parteiverdrossenheit in unserem Lande.

Vorstand der UWG Gütersloh im Amt bestätigt

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Gütersloh (UWG) hat am gestrigen Abend ihren Vorstand neu gewählt. Peter Kalley wurde erneut zum  1. Vorsitzenden gewählt. Die Mitglieder wählten außerdem Norbert Bohlmann zum 2. Vorsitzenden und bestätigten Hiltrud Wulle als 3. Vorsitzende und Schatzmeisterin im Amt. Besitzer des Vorstandes sind: Dietmar Grimmer, Dr. Uwe Artschwager-Perl, Hans-Joachim Heese,  Werner Lindermeier und Andreas Jäger.

Die UWG war maßgeblich daran beteiligt, dass die Unterschriftenaktion der Gesetzesinitiative „Mehr Demokratie“ für die 70.000 Stimmen benötigt wurden, erfolgreich war. Ziel war es, ein demokratischeres Wahlrecht einzuführen. CDU, SPD und FDP stimmten am 18.09.2008 im Landtag gegen ein demokratischeres Wahlrecht. Nach Auffassung der UWG dürfte der tatsächliche Grund für die Ablehnung nicht das mangelnde Vertrauen der Landespolitiker in die Mündigkeit der Bürger sein, sondern die Angst vieler Politiker vor dem Verlust sicherer Wahlkreise und Listenplätze. Dies zeuge von wenig Souveränität und Selbstbewusstsein der Volksvertreter. Das demokratischere Wahlrecht wird im kommenden Wahlkampf eines von vielen Themen sein, dass die UWG in Angriff genommen hat. Die UWG wird darin erinnern, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der 2. CDU-Kommunalkonferenz am 23. Oktober 2001 versprochen hat, sich für ein demokratischeres Wahlrecht einzusetzen.

Zu den Direktkandidaten für die Wahl zum Kreistag 2009 der Freien und Unabhängigen Wähler im Kreis Gütersloh wurden von der Versammlung gewählt: Norbert Bohlmann (Wahlkreis 101), Dietmar Grimmer (Wahlkreis 102), Peter Kalley (Wahlkreis 103), Werner Lindermeier (Wahlkreis 104), Andreas Jäger (Wahlkreis 105), Dr. Uwe Artschwager-Perl (Wahlkreis 106) und Hiltrud Wulle (Wahlkreis 107).

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Leserbrief zur Kritik an der bisher gesammelten Spendenhöhe des Theatervereins

Mit großem Theaterdonner melden sich seit einigen Tagen die Theaterkritiker zu Wort,die schon immer gegen den Bau eines neuen Theaters waren und nun meinen eine bereits verlorene Schlacht noch gewinnen zu können.

Das von Ihnen verwendete Vokabular macht wieder einmal deutlich,dass wir, im Gegensatz zu anderen Ländern, unsere Demokratie nicht erkämpfen mussten, sondern sie uns verordnet wurde…..

Kennzeichen unserer Demokratie ist,dass sie vom Gemeinsinn und dem Engagement ihrer Bürger getragen wird. Unser Gemeinwesen lebt davon,dass sich Einzelne oder auch Gruppen in unserer Stadt einbringen, ihre Interessen vertreten und Kompromisse aushandeln.

Die so Handelnden, wie die Mitglieder des Theatervereins, übernehmen soziale Verantwortung und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu einer Gesellschaft, die auf Vertrauen und Solidarität, Eigeninitiative und Verantwortung setzen kann.

Viele sportliche,kulturelle, soziale Errungenschaften in unserer Stadt sind auf ein ähnliches bürgerschaftliches Engagement zurückzuführen.

Die Wirkungen und Erfolge, die so ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement auslösen kann, sind bei der Umsetzung und Durchführung der Landesgartenschau Rietberg sehr anschaulich zu beobachten.

Die Besucher strömen in Scharen in die Stadt und sind bereit den einen oder anderen Euro auszugeben. Aufträge werden vergeben,Arbeitsplätze werden gesichert und zum Teil neu geschaffen. Gerade in einer sich abschwächenden Konjukturphase die richtige Antwort.

Auch das neue Theater wird – allen Unkenrufen zum Trotz – ein Erfolgsmodell für unser Gütsel. Hierfür spricht,dass bereits jetzt ein Drittel der Investitionskosten von privater Hand gestiftet wurden. Auch die Kritiker eines neuen Theaters sollten die demokratische Entscheidung für den Neubau endlich akzeptieren. Den Kosten,dass weiß jeder Kaufmann, sollten auch Einnahmen gegenüberstehen. Das ist hier gegeben. Die Aufträge,die zu Bau des neuen Theaters vergeben werden,sichern und schaffen Arbeitsplätze in unserer Region. Das Theater mit seinem ambitionierten Programm wird Besucher in unsere Stadt bringen. Diese Menschen werden hier, wie in Rietberg, übernachten, essen, trinken und einkaufen.

Hiltrud Wulle