Vorstand der UWG Gütersloh im Amt bestätigt

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Gütersloh (UWG) hat am gestrigen Abend ihren Vorstand neu gewählt. Peter Kalley wurde erneut zum  1. Vorsitzenden gewählt. Die Mitglieder wählten außerdem Norbert Bohlmann zum 2. Vorsitzenden und bestätigten Hiltrud Wulle als 3. Vorsitzende und Schatzmeisterin im Amt. Besitzer des Vorstandes sind: Dietmar Grimmer, Dr. Uwe Artschwager-Perl, Hans-Joachim Heese,  Werner Lindermeier und Andreas Jäger.

Die UWG war maßgeblich daran beteiligt, dass die Unterschriftenaktion der Gesetzesinitiative „Mehr Demokratie“ für die 70.000 Stimmen benötigt wurden, erfolgreich war. Ziel war es, ein demokratischeres Wahlrecht einzuführen. CDU, SPD und FDP stimmten am 18.09.2008 im Landtag gegen ein demokratischeres Wahlrecht. Nach Auffassung der UWG dürfte der tatsächliche Grund für die Ablehnung nicht das mangelnde Vertrauen der Landespolitiker in die Mündigkeit der Bürger sein, sondern die Angst vieler Politiker vor dem Verlust sicherer Wahlkreise und Listenplätze. Dies zeuge von wenig Souveränität und Selbstbewusstsein der Volksvertreter. Das demokratischere Wahlrecht wird im kommenden Wahlkampf eines von vielen Themen sein, dass die UWG in Angriff genommen hat. Die UWG wird darin erinnern, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der 2. CDU-Kommunalkonferenz am 23. Oktober 2001 versprochen hat, sich für ein demokratischeres Wahlrecht einzusetzen.

Zu den Direktkandidaten für die Wahl zum Kreistag 2009 der Freien und Unabhängigen Wähler im Kreis Gütersloh wurden von der Versammlung gewählt: Norbert Bohlmann (Wahlkreis 101), Dietmar Grimmer (Wahlkreis 102), Peter Kalley (Wahlkreis 103), Werner Lindermeier (Wahlkreis 104), Andreas Jäger (Wahlkreis 105), Dr. Uwe Artschwager-Perl (Wahlkreis 106) und Hiltrud Wulle (Wahlkreis 107).

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Leserbrief zur Kritik an der bisher gesammelten Spendenhöhe des Theatervereins

Mit großem Theaterdonner melden sich seit einigen Tagen die Theaterkritiker zu Wort,die schon immer gegen den Bau eines neuen Theaters waren und nun meinen eine bereits verlorene Schlacht noch gewinnen zu können.

Das von Ihnen verwendete Vokabular macht wieder einmal deutlich,dass wir, im Gegensatz zu anderen Ländern, unsere Demokratie nicht erkämpfen mussten, sondern sie uns verordnet wurde…..

Kennzeichen unserer Demokratie ist,dass sie vom Gemeinsinn und dem Engagement ihrer Bürger getragen wird. Unser Gemeinwesen lebt davon,dass sich Einzelne oder auch Gruppen in unserer Stadt einbringen, ihre Interessen vertreten und Kompromisse aushandeln.

Die so Handelnden, wie die Mitglieder des Theatervereins, übernehmen soziale Verantwortung und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu einer Gesellschaft, die auf Vertrauen und Solidarität, Eigeninitiative und Verantwortung setzen kann.

Viele sportliche,kulturelle, soziale Errungenschaften in unserer Stadt sind auf ein ähnliches bürgerschaftliches Engagement zurückzuführen.

Die Wirkungen und Erfolge, die so ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement auslösen kann, sind bei der Umsetzung und Durchführung der Landesgartenschau Rietberg sehr anschaulich zu beobachten.

Die Besucher strömen in Scharen in die Stadt und sind bereit den einen oder anderen Euro auszugeben. Aufträge werden vergeben,Arbeitsplätze werden gesichert und zum Teil neu geschaffen. Gerade in einer sich abschwächenden Konjukturphase die richtige Antwort.

Auch das neue Theater wird – allen Unkenrufen zum Trotz – ein Erfolgsmodell für unser Gütsel. Hierfür spricht,dass bereits jetzt ein Drittel der Investitionskosten von privater Hand gestiftet wurden. Auch die Kritiker eines neuen Theaters sollten die demokratische Entscheidung für den Neubau endlich akzeptieren. Den Kosten,dass weiß jeder Kaufmann, sollten auch Einnahmen gegenüberstehen. Das ist hier gegeben. Die Aufträge,die zu Bau des neuen Theaters vergeben werden,sichern und schaffen Arbeitsplätze in unserer Region. Das Theater mit seinem ambitionierten Programm wird Besucher in unsere Stadt bringen. Diese Menschen werden hier, wie in Rietberg, übernachten, essen, trinken und einkaufen.

Hiltrud Wulle