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Leserbrief von Dirk Kamin

Wir haben es einigen Umständen zu verdanken, dass sich Einbrüche häufen. So der Eindruck vieler Menschen.

Es ist gut und richtig, dass hier die Polizei für die Aufklärung der Einbrüche den Bürgern Beratung anbietet und sich um die Hinweise möglicher Zeugen bemüht.
Auch die Beratung zur Absicherung der Wohnungen ist sicherlich richtig und hilfreich, verlagert aber die Verantwortung auf die Bürger und verlangt von diesen auch noch zusätzliche Aufwendungen.
Letztendlich will doch keiner, dass man sich total verbarrikadieren muss. Wie zu lesen war, wird schon keine Rücksicht mehr darauf gelegt ob man zu Hause ist oder nicht.

Was aber unbedingt zusätzlich verstärkt werden muss, ist die Abschreckung durch Präsenz von Polizei und von Ordnungskräften der Stadt zu unregelmäßigen Zeiten. Vor allem zu den Zeiten, an denen bekanntermaßen die meisten Einbrüche stattfinden.
Die Täter haben scheinbar wenig Angst vor den zu erwartenden Strafen. Auch nicht vor höheren Strafen. Außerdem ist die Gefahr, nach der Tat überführt zu werden äußerst gering, wie die Statistiken belegen. Auch die Zeit bis das Strafverfahren beginnt und abgeschlossen wird ist viel zu lang.

Der Schaden für die Betroffenen Bürger ist nicht nur materiell zu bewerten.


Was vielmehr durch Präsenz erreicht werden muss, ist für mögliche Täter die Gefahr tatsächlich erwischt zu werden. Davor haben sie die meisten Angst. Das dient nicht nur zur Abschreckung von Einbrechern, sondern erhöht auch das allgemeine Sicherheitsgefühl.

Gerade deshalb kann der Bürger mehr Präsenz von Polizei und Ordnungskräften erwarten. Das Sicherheitsbedürfnis der Bürger ist ein hohes Gut, das mit geeigneten Mitteln gewährleistet werden sollte.

Das heißt natürlich, dass dieses nicht ohne personelle Aufstockung passieren kann. Der Bund hat schon 3.000 neue Stellen geschaffen. Das Land NRW ist endlich dazu ebenso aufgerufen. Zusätlich müssen diese Aufgaben personell gestemmt werden können. Die betroffenen Behörden haben sich dafür abzustimmen.

Dirk Kamin, Vorsitzender der UWG Rheda-Wiedenbrück