Nachrichten rund um die UWG

Kehrtwendung der Verwaltung bei der Nutzung der Britenwohnungen

Bereits vor einem Jahr hat die UWG Gütersloh nachgewiesen, dass ein Erhalt der Britenwohnungen wirtschaftlicher Unsinn ist. Nunmehr findet offensichtlich endlich ein Umdenken statt. In Gütersloh fehlen „bezahlbare“ kleine und große Wohnungen und nicht teure Einfamilienhäuser.

Davon losgelöst ist der bauliche Zustand der Häuser so schlecht, dass nur Rückbau auf den Rohbau und dann der Wiederaufbau mit dem heutigen Standard Sinn macht. Das diese Variante teurer ist als ein Abbruch und Neubau ist bekannt. Bekannt ist auch, dass z. B. an der Thomas-Mann-Straße statt der jetzt vorhandenen 53 Häuser 150 bis 200 dringend benötigte und auch bezahlbare Wohnungen errichtet werden können. Wirtschaftliche Vernunft und die politische Verantwortung gegenüber den wohnungssuchenden Bürgern gebieten den Abbruch und den Neubau.

Es ist richtig, dass die privaten Eigentümer der vormals von den Briten bewohnten Häusern und Wohnungen bislang keinen Abbruch durchgeführt haben. Der Unterschied ist, dass die die Wohnungen nicht teuer gekauft werden müssen, sondern bereits in deren Besitz sind und einen Mietertrag erzielen. Die UWG Gütersloh wird sich dafür einsetzen, dass hier nicht Wohnraum für eine kleine privilegierte Bevölkerungsgruppe geschaffen wird, sondern die in Gütersloh fehlenden bezahlbaren Wohnungen in den geforderten Größen. Nachverdichtung geht für die UWG Gütersloh vor die Ausweisung von neuen Baugebieten im Grüngürtel der Stadt.

Frau Mittag zu Gast in der UWG Ratsfraktion

Frau Susanne Mittag, Bürgermeisterin von Langenberg und Vorsitzende der Freien und Unabhängigen Wählergemeinschaften im Kreis Gütersloh nahm am Mittwoch, 28.11.2018 an der Fraktionssitzung der UWG Gütersloh teil.

Ziel des Treffens war neben einem gegenseitigen Kennenlernen die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken und den Bürgern die parteiunabhängige und sachorientierte Politik der UWG vor Ort noch näher zu bringen. In vielen aktuellen Themenfeldern, Glasfaserausbau, Straßenbaubeiträge, stationäre medizinische Versorgung und Digitalisierung gab es Übereinstimmungen, die eine konstruktive Zusammenarbeit mit richtungsweisenden Lösungsansätzen ermöglichen.

In ihrem Gespräch mit der Fraktion unterstrich Frau Mittag das Ziel, die Stärken und Kompetenzen der Fraktionen in den einzelnen Wählergemeinschaften zielgerichteter zu bündeln sowie den gegenseitigen Informationsaustausch zu verbessern. Hierzu regte die UWG Ratsfraktion ein regelmäßiges Treffen an, bei dem ein aktuelles politisches Thema auf die Tagesordnung gesetzt und besprochen werden sollte.

Arbeitsgemeinschaft Städte und Gemeindebund

Die Rede von Horst-Heinrich Gerbrand auf den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaften des Städte- und Gemeindebundes NRW am 29.11.2018 im Reethaus Rheda-Wiedenbrück finden Sie hier (PDF-Datei).

UWG bereitet sich für die Kommunalwahl 2020 vor

Mit dem erklärten Ziel, zur Kommunalwahl 2020 engagiert mit bürgernahen Stadtthemen anzutreten hat die Unabhängige Wählergemeinschaft Gütersloh e. V. (UWG) den bisherigen Vorstand einstimmig bestätigt. Die Mitglieder wählten auf ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 21.11.2018, im Flussbett-Hotel Gütersloh den amtierenden Vorstand mit Peter Kalley, Vorsitzender, seine beiden Stellvertreter Norbert Bohlmann und Hiltrud Wulle. Die Kassenführung verbleibt in den bewährten Händen von Hiltrud Wulle. Im erweiterten Vorstand wurden Dietmar Grimmer, Hans- Joachim Heese, Werner Lindermeier, Dieter Hark, Robert Friedrichs und Ulrich Gerndt gewählt. Die Wahlen erfolgten einstimmig.

Die jüngsten Entscheidungen des Vorstandes, die Volksinitiative des Bundes der Steuerzahler NRW zu unterstützen, die Straßenbaubeiträge abzuschaffen und so den Bürgerinnen und Bürgern intransparente Kostenbelastungen zu ersparen, fand die ausdrückliche Zustimmung der Mitglieder. Die Vertreter der UWG Ratsfraktion informierten die Mitglieder unter anderem über die aktuellen Themen Klinikum Gütersloh, Heidewald-Stadion, Gewerbeflächen und Konversion sowie über den derzeitigen Stand der Haushaltsberatungen 2019.

von links nach rechts: Hans-Joachim Heese, Dietmar Grimmer, Peter Kalley, Hiltrud Wulle, Norbert Bohlmann, Robert Friedrichs, Ulrich Gerndt, Dieter Hark, Werner Lindermeier

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Straßenbaubeiträge abschaffen

Wer ist vom Straßenbaubeitrag betroffen? Jeder! Eigentümer und Erbbauberechtigte zahlen als Anlieger. Mieter sind indirekt betroffen, weil Eigentümer die Kosten oft in die Kaltmiete einrechnen.

Das Land verpflichtet die Städte und Gemeinden, den Straßenbaubeitrag zu erheben. Werden bei
vorhandenen Straßen, Wegen und Plätzen zum Beispiel Fahrbahn, Geh- oder Radweg, Parkstreifen
oder Beleuchtung erneuert, verbessert oder erweitert, ist er zu zahlen.

Kommunalpolitiker entscheiden über Ausmaß und Standards der Baumaßnahmen und damit
über deren Kosten. Per Satzung legen sie die Anteile der Bürger fest. Beides wird nach Gutdünken
entschieden.

Straßenbaubeitrag abschaffen – Flyer (PDF-Datei)
Straßenbaubeitrag abschaffen – Leitfaden (PDF-Datei)

Verkaufsoffener Sonntag – eine (schein-?)heilige Debatte

Allen voran die Kirchen, die mit Ihrer Sonntagstätigkeit der Forderung nach dem Verzicht auf verkaufsoffenen Sonntagen widersprechen. Die kommerziellen Abteilungen wie Verwaltungen, richten sich allerdings streng nach den „Regelarbeitszeiten“, die für Ihre berufstätigen Kunden oft nicht optimal sind. Vor Jahrzehnten führte die katholische Kirche die Vorabendmessen ein, damit Ihre Mitglieder an Sonntagen Zeit für andere Beschäftigungen als Muße finden hatten.

Folgen die Politiker, die urbane Innenstädte mit einer großen Vielfalt fordern und die Schließungen kleiner Läden (Familienbetriebe, die mit sonntags Tätigkeiten oft kein Problem hatten) bejammern. Loben aber jede kommerzielle sonntägliche Veranstaltung (Mittelalterfest, Kirmes, etc.), die auch der Attraktivität der Stadt Gütersloh dienen. Warum sorgen die Politiker nicht dafür, dass außerhalb der Ladenöffnungszeiten auch kein Internethandel stattfindet?

Schlussendlich die Gewerkschaften, die nun wegen des Familienfriedens den Verzicht auf verkaufsoffene Sonntage fordern. Wo bleiben die Gewerkschaften, wenn es um die Öffnungszeiten der Lebensmittelmärkte von über 15 Stunden am Tag geht? Sind die Gewerkschaftler nach ihrer Regelarbeitszeit so geschafft, dass sie erst einige Stunden ruhen müssen, um dann nach 20:00 Uhr ihre Besorgungen zu erledigen?

Nicht zu vergessen die Umweltschützer. Wo bleibt deren Aufschrei gegen die sinnlose Energievergeudung in den Lebensmittelmärkten bis tief in die Nacht? Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und die zusätzlichen Fahrten der Mitarbeiter im Schichtbetrieb. Dass nach 19:00 Uhr in Lebensmittelhandel kaum noch Nahrungs- sondern fast ausschließlich Genussmittel, wie Alkohol, Tabakwaren, Süßigkeiten und Fastfood gekauft wird sei nur am Rande erwähnt.

Wo sind die Sozialverbände, die verhindern, dass sich Geringverdiener am Sonntag ein (doppeltes) Zubrot verdienen? Die Beschäftigten auf den Mittelalter- und Oktoberfesten (in OWL!!), Kirmessen Freizeitparks und Gastronomie und auch den kulturellen Einrichtungen arbeiten an Sonn- und Feiertage ohne Lohnaufschläge. Wie organisieren diese Mitbürger Ihr Familienleben, wie können sie am kulturellen Leben, dass an den Kernarbeitszeiten der Verwaltungen ausgerichtet ist, teilnehmen?

Die UWG Gütersloh ist für liberale Vielfalt. Dazu gehört keine laute Debatte über einen verkaufsoffenen Sonntag. Unsere Stadt hat andere Probleme als einigen Bürgern eine Zuverdienstmöglichkeit zu streichen und anderen Bürgern ein Einkaufserlebnis zu verhindern. Die Aktivitäten in der Stadt müssen maßvoll stattfinden. Die notwendigen Regelungen sind mit Augenmaß und ohne Bevorzugung einiger Akteure bzw. Interessengruppen zu treffen.

FWG/UWG Kreisverband Gütersloh e. V. wählte neuen Vorstand

von links nach rechts:

Susanne Stuckmann-Gale, UWG Versmold
Paul Tillmann, FWG Verl
Anja Pohlmann, UWG Halle, 1. Stellvertretende Vorsitzende FWG/UWG Kreisverbandes Gütersloh
Dirk Holtkamp, UWG Herzebrock-Clarholz
Susanne Mittag, UWG Langenberg, Bürgermeisterin und neue Vorsitzende des FWG/UWG Kreisverbandes Gütersloh
Norbert Heinrichsmeier, UWG Langenberg, 2. Stellvertretender Vorsitzender des FWG/UWG Kreisverbandes Gütersloh
Günter Wittkowski, UWG Herzebrock-Clarholz, Schatzmeister
Johannes Sieweke, UWG Harsewinkel, Beisitzer
Birger Rosenau, UWG Langenberg, Beisitzer
Karl-Heinz Wöstmann, UWG Halle, Beisitzer
Tanja Dresselhaus, FWG Rietberg, Beisitzerin

Staffelübergabe beim Kreisverband der Freien und Unabhängigen Wählergemeinschaften

Rechtzeitig vor der anstehenden Mitgliederversammlung hat Peter Kalley, Vorsitzender des Kreisverbandes der Freien und Unabhängigen Wählergemeinschaften angekündigt, dass er nun nach 18 Jahren Vorstandstätigkeit für den Vorsitz nicht mehr zur Verfügung steht. Nach mehreren vorab geführten Gesprächen hat sich ein neuer geschäftsführender Vorstand gefunden, der einstimmig in der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung gewählt wurde. Mit Susanne Mittag als Vorsitzende, Anja Pohlmann als 1. Stellvertreterin, Norbert Heinrichsmeier als 2. Stellvertreter und Günter Wittkowski als erfahrener Schatzmeister ist das neue Vorstandsteam gut aufgestellt. Ergänzt wird die Arbeit des Vorstandes durch 11 Beisitzer und Beisitzerinnen.

„Besonders freue ich mich, dass wir mit dem neuen Vorstand unserem Ziel Frauen stärker an der kommunalen Mitarbeit zu beteiligen einen großen Schritt näher gekommen sind“, so Peter Kalley mit Blick auf die Zahlen. „Im geschäftsführenden Vorstand sind wir geradezu vorbildlich unterwegs – das kann und sollte Motivation für interessierte Frauen sein, sich mehr politisch zu engagieren.“

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Baukultur in Gütersloh – Kunst am Bau nicht erwünscht

Im Kulturausschuss am 14.05.2018 lehnten die CDU und BfGT die öffentliche Finanzierung von Kunst im öffentlichen Raum ab. Dies ist bedauerlich, denn gerade die Präsentation von Kunst im Öffentlichen Raum, sowohl in der Innenstadt als auch in den Ortsteilen, trägt deutlich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität bei.

Kunst am Bau ist integrales Element der Baukultur in Deutschland und Teil der Bauherrenaufgabe des Bundes. Denn Kunst am Bau kann entscheidend zu Qualität und Aussage von Bauwerken beitragen. Kunst am Bau und Architektur sind öffentliche Künste: sie sind allgemein zugänglich und dauerhaft präsent, sie sind Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses und Spiegel der Schöpfungsgabe eines Landes und damit nationale Visitenkarten.“ Quelle: BBR (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)

Kunst am Bau feierte im Jahr 2010 sein 60-jähriges Jubiläum.

Download:

Hitzige Debatte um Kunst am Bau – NW vom 16.05.2018 (PDF-Datei)